Erstmals auf der Messe SPS/IPC/DRIVES 2009 in Nürnberg präsentiert SICK mit dem V300 WS Extended die neueste Generation des sicheren Kamerasensors für die Gefahrstellen- und Gefahrbereichsabsicherung gemäß SIL2 bzw. PL d. Die Reichweite des sicheren Kamarsystems wurde so erhöht, das jetzt bis zu 2,25 m² große Schutzbereiche blindzonenfrei überwacht werden können. Im Synchronbetrieb zweier Systeme kann die Schutzfeldgröße sogar verdoppelt werden. Die Inbetriebnahme des V300 WS Extended wurde mit Hilfe einer intuitiven 1-Knopf-Bedienung und der verbesserten 4-LED-Anzeige noch bequemer gestaltet. Mit seinem 1-Geräte-Konzept überzeugt der sichere Kamerasensor auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, da das Gerät eine kosteneffiziente Beschaffung, Lagerhaltung, Material- und Ersatzteilverwaltung gewährleistet.
Der V300 WS Extended ist eine auf Bildverarbeitungstechnologie basierende, berührungslos wirkende Schutzeinrichtung. Sie erfüllt den Sicherheits-Integritätslevel SIL2 nach IEC 61508 und Performance Level PL d nach EN ISO 13849. Sender und Empfänger des Sensors sind in einem einzigen, Gehäuse integriert – ebenso wie die Zusatzfunktionen Reset und Schützkontrolle. Die kompakte, dreieckige Bauform des „sicheren Nussecke“ ermöglicht die horizontale wie auch die vertikale Montage an Stellen, an denen der Sensor vor Stößen, Dejustagen oder Beschädigungen geschützt ist.
Ein Gerät für fast alle gängigen Öffnungsgrößen und -formate
Mit seiner Reichweite von 2,12 m ist der V300 WS Extended für bis zu 1,5 m x 1,5 m große Maschinenöffnungen und Überwachungsflächen geeignet. In einer Ecke montiert, erzeugt der V300 WS Extended ein Feld, das bis zu einem gegenüber angebrachten Reflektorband reicht. Überwacht wird die gesamte Länge und Breite der Reflektorfläche mit wählbaren Auflösungen von 20 mm, 24 mm und 30 mm. Greift eine Person bei laufendem Bearbeitungsvorgang in die Maschine, spricht der V300 WS Extended innerhalb von 20 ms an und stoppt den Prozess sofort. Bei der Inbetriebnahme lassen sich die Schutzfelder stufenlos an die Applikation anpassen. Längliche oder schmale Eingriffsöffnungen, Schächte an Maschinen, Kabeldurchgänge durch das Schutzfeld oder die räumliche Geometrien beim Einsatz als Hintertretschutz können entsprechend eingelernt werden. Bei großen Überwachungsflächen besteht die Möglichkeit, über den serienmäßigen Synchronisationseingang zwei Geräte miteinander zu verbinden und dadurch die Schutzfeldgröße auf bis zu 4,5 m² zu verdoppeln. Sollen zwei, im Winkel aneinandergrenzende, Seiten abgesichert werden, sind auch hier zwei V300 WS Extended die perfekte Lösung: Die Mittelstrebe im Eckübergang kann entfallen, so dass der Bediener über Eck einen barrierefreien Zugang zur Maschine hat, z.B. zum Einlegen und Entnehmen von größeren Werkstücken.
Montage sowie Inbetriebnahme- und Diagnoseanzeige optimiert
Kaum ein anderer Sicherheits-Sensor lässt sich einfacher installieren und in Betrieb nehmen wie der V300 WS Extended. So genügen zwei Schrauben, um das Gerät zuverlässig zu befestigen, z.B. in oder an der Ecke eines Nuten-Profilrahmens. Zum elektrischen Anschluss muss nur ein Kabel verlegt werden. Die Ausrichtung auf das Reflektorband erfolgt automatisch. Das Schutzfeld wird im Teach in – Modus eingelernt. Die 4-LED-Anzeige unterstützt diesen Vorgang, in dem je eine LED den Status der sicheren Schaltausgänge, der Schützkontrolle, der Rücksetztaste bzw. der Teach-Taste anzeigt. Im Diagnosefall ermöglicht die genannte Zuordnung der LEDs ein zielgerichtetes Handeln – was den Zeitaufwand im Falle eines Serviceeinsatzes minimiert. Während des laufenden Betriebes ist das Schutzfeld in vier Sektoren aufgeteilt – die LEDs visualisieren für jeden Sektor, dass der Sensor das Reflektorband erkennt und die Sicherheitsfunktion gewährleistet ist.
Sicherer Kamerasensor hat auch die Kosten im Blick
Das Konzept des V300 WS Extended – ein Gerät für alle Öffnungsgrößen und vielfältige Schutzfeldgeometrien – eröffnet in vielerlei Hinsicht wirtschaftliche Lösungen. Das ohne Expertenwissen einfach und bequem zu montierende und zu bedienende Gerät reduziert die Kosten für die Inbetriebnahme. Es schafft sichere Arbeitsbedingungen, vermeidet Arbeitsunfälle und minimiert so das Risiko entsprechender Folgekosten und Haftungsansprüche. Als „Universalsensor“ für eine Vielzahl ähnlicher, aber nicht immer gleicher Applikationen, reduziert es die sonst erforderliche Variantenvielfalt beim Maschinenbauer oder Systemintegrator – mit positivem Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit in Lager und Logistik. Dies gilt auch für Anwendungen mit zwei synchronisierten Sensoren: Hier können ebenfalls identische Varianten eingesetzt werden.
„Kleiner Bruder“ V200 WS Extended
Für Aufgabenstellungen, die gemäß Risikoanalyse einen niedrigeren Schutzbedarf nach SIL1 bzw. PL c aufweisen, steht mit dem „kleinen Bruder“ V200 WS Extended auch hierfür die passende Lösung mit den ansonsten gleichen Leistungsdaten zur Verfügung.