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“Schauen Sie sich die Shell-Studie an!”

Beim Bildungskongress für Personalverantwortliche ging es am 24.9. um die Themen Weiterbildung und Fachkräftemangel: Hubertus Wittig, Leiter Human Resources-Development bei der Stuttgarter Dürr Systems GmbH berichtete, wie bei Dürr die Transfersicherung in der Personalentwicklung mittels des Tools “Maxment” funktioniert. Wichtig ist dem Unternehmen, dass jede Weiterbildung einen Bezug zum Geschäftsablauf hat. Ebenso relevant: Klar definierte Ziele anstatt eines Seminarkataloges zum Aussuchen. So steht vor jeder Weiterbildungsmaßnahme bei Dürr die konkrete Zielvereinbarung mit dem einzelnen Mitarbeiter. Nach der Weiterbildung muss der Mitarbeiter dann die Frage beantworten, ob er seine Ziele erreicht hat. Nicht relevant  ist, ob die Weiterbildung als solche ihr Ziel erreicht hat. Als einen Trend sieht das Stuttgarter Unternehmen den zunehmenden internen Wissenstransfer nach dem Motto “Mitarbeiter schulen Mitarbeiter”.

Die Salacher Heldele GmbH hat ein Bündel an Strategien entwickelt, um den Fachkräftenachwuchs für sich zu gewinnen.  Anstreben sollte ein Unternehmen laut Geschäftsführer Bernd Forstreuter ein Verhältnis von etwa 20 Bewerbern auf einen Ausbildungsplatz. Den Zuhörern gab Forstreuter Zuhörern unter anderem folgende Tipps: Unternehmen sollten daran arbeiten, dass sie zu Info-Abenden der Schulen eine Einladung erhalten, dass sie Lehrer und andere Ausbilder als Multiplikatoren ins Boot holten und dass sie den Stadtrat für sich gewännen. Gegenüber den Jugendlichen sollten die Firmen offen kommunizieren, was sie von ihnen erwarteten und die Eltern der interessanten Bewerber zusammen mit den potenziellen Azubis einladen. Praktikanten sollten einen Qualifikations-Pass erhalten und anhand von Wettbewerben und Jugendakademien könne man Jugendliche  spielerisch für Technik begeistern. Ans Herz legte Forstreuter den Zuhörern die Lektüre der aktuellen Shell-Studie, um die Werte der Jugendlichen zu ermitteln. Außerdem sollten sie die Netzwerke der jungen Leute nicht unterschätzen. “Schauen Sie sich die Communitys und Blogs an!”, empfahl Forstreuter.

Dr. Uwe Machwirth, Projektleiter des Festo Bildungsfonds, erläuterte die Fördermöglichkeiten, die Studenten und Berufstätigen mit dem Bildungsfonds offenstehen. Studierende können beispielsweise eine finanzielle Unterstützung erhalten, die sie später jedoch zurückzahlen müssen. Dabei ermöglicht der Fonds auch eine berufsbegleitende Qualifizierung. In speziellen Projekten können Mitarbeiter beispielsweise ihre sozialkommunikative Kompetenz trainieren. Dazu erhält zum Beispiel eine Gruppe während eines Aufenthaltes im Wald die Aufgabe, gemeinsam – und ohne Hilfe – eine Brücke zu bauen. Der Bildungsfonds, der im Jahr 2008 mit dem Initiativpreis Aus- und Weiterbildung prämiert wurde, ermöglicht aber auch ein Assessmentcenter-Training oder ein Coaching zum Berufseinstieg.

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